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Medikamentenplan / Medikationsplan zur Medikamentengabe

Seit Oktober 2016 haben alle gesetzlich Krankenversicherten, die mindestens 3 Medikamente (über mindestens 28 Tage) zur Einnahme verordnet bekommen haben, Anspruch auf einen sogenannten Medikationsplan in Papierform. Der Medikationsplan / Medikamentenplan wird dann, wie durch das 2015 in Kraft getretene eHealth-Gesetz vorgeschrieben, auch auf die elektronische Gesundheitskarte übertragen werden können (voraussichtlich 2018-2019). Für privat Krankenversicherte gilt der kostenlose Anspruch auf einen Medikationsplan allerdings nicht.


TIPP:

Mit einem Pflegegrad (bei ambulanter Pflege) haben Sie ebenfalls Anspruch auf:


Vorteile für die Medikamentengabe

Mit einem Medikamentenplan werden alle Medikamente, die ein Patient einnehmen muß, mit Hinweisen zur Dosierung und Einnahme gelistet. Laut Hermann Gröhe von der CDU wird mit einem Medikationsplan so die Therapiesicherheit bei der Einnahme von Arzneimitteln erhöht. Diese Art von übersichtlicher Dokumentation ist besonders für ältere Menschen, chronisch Kranke oder auch pflegende Angehörige sehr hilfreich. Auch Apotheker und Ärzte können über einen Medikationsplan auf einen Blick sehen, welche Medikamente in welcher Menge von einem Patienten zur Zeit eingenommen werden. Dadurch können Einnahmefehler oder gefahrenreiche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten vermieden werden.

Medikamentenplan erstellen & aktualisieren

In der Regel wird der Medikationsplan durch den Hausarzt eines Patienten erstellt, allerdings kann dies auch von einem Facharzt erledigt werden. Falls sich an Medikationen durch den Arzt etwas ändert sind Apotheker dazu verpflichtet den Medikationsplan auf Wunsch eines Patienten anzupassen bzw. zu aktualisieren. Die genaue Prüfung, ob arzneimittelbezogene Komplikationen auftreten können, ist jedoch nicht für Apotheker verpflichtend. Auch ist die kostenlose Anpassung des Plans durch Apotheken immer an eine Medikamentanabgabe durch die Apotheke gekoppelt. Heißt ein Apotheker ist nur zu einer Aktualisierung verpflichtet, wenn auch die betreffenden Medikamente aus der Apotheke bezogen werden.

Was muß im Medikationsplan stehen?

Im Medikationsplan sollten möglichst alle verschreibungspflichtigen Medikamente und auch die Selbstmedikationen enthalten sein. Auch müßen Wirkstoff, Dosierung und Einnahmegrund als auch sonstige Einnahme-Hinweise aufgeführt werden. Um zudem zu gewährleisten, dass Medikationspläne in Papierform später ohne Probleme auf die elektronische Gesundheitskarte übertragen werden können, ist auch ein Barcode / QR-Code auf dem Papier angebracht. Der Barcode kann dann in Apotheken-, Praxis- oder Krankenhaussoftware per Scanner eingelesen und aktualisiert werden. Auch über eine Medikationsplan App lässt sich der Medikationsplan führen.

Medikamentenplan: Ausgefülltes Beispiel

KBV.de

Medikamentenplan: PDF Vordruck zum ausdrucken

  • VDK.de
  • APS-EV.de

Medikamentenplan: Word / Excel Vorlage zum ausfüllen

  • Pflege-daheim-statt-Heim.de
  • Teramed.de

Medikamentenplan: App

Hexal.de

FAQ zum Medikationsplan

KBV.de