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Miktionsprotokoll / Miktionstagebuch

Als Miktion wird die Entlerrung der Harnblasse bezeichnet. Ein sogenanntes Miktionsprotokoll, auch Miktionstagebuch genannt, dient als Hilfsmittel zur Erfassung der aufgenommenen und abgegebenen Flüssigkeitsmenge bei harninkontinenten Patienten.


TIPP:

Mit einem Pflegegrad (bei ambulanter Pflege) haben Sie ebenfalls Anspruch auf:


Trinkprotokoll und Miktionsprotokoll?

Obwohl der Name mehr auf das Messen der abgegebene Trinkmenge schließen lässt, umfasst ein Miktionsprotokoll meist auch gleichzeitig Daten zur aufgenommenen Trinkmenge, bzw. enthält ein sogenanntes Trinkprotokoll. Somit können die beiden Begriffe in vielen Fällen auch Synonym verwendet werden.

Aufbau & Nutzen

Der Aufbau eines Miktionsprotokolls ähnelt in den meisten Fällen einer Tabelle oder einer Art Formular. In mehreren Spalten werden zu vordefinierten Uhrzeiten die Mengen der aufgenommenen und der abgegebenen Flüssigkeit, vom Patienten oder einer Pflegeperson des Patienten, eingetragen. Die Mengenangaben zur Aufnahme und Miktion werden dabei in Milliliter (ml) oder aber in Stufen (z.B. Kleine Menge, Mittlere Menge, Große Menge) notiert. Auch die Art der Abgabe wird hierbei notiert, bzw. ob die betreffende Person das WC noch erreichen konnte oder ob ein Inkontinenzhilfsmittel (z.B. eine Windel oder Vorlage) notwendig war. Auf diese Weise kann ermittelt werden, ob der Balsenschließmuskel noch funktioniert.

Das Miktionsprotokoll muß für die Dauer von mindestens einer Woche, besser aber 2-3 Wochen, geführt werden. Je länger es geführt wird desto aussagekräftiger das Protokoll. Um Anfangsstand und Fortschritte besser dokumentieren zu können, ist das Führen eines Miktionstagebuchs sowohl vor als auch während einer Behandlung empfehlenswert. Es hilft dem behandelnden Arzt dabei die zutreffende Inkontinenzart festzustellen und dazu passende Behandlungsformen einzuleiten. Auch für ein Toilettentraining / Blasentraining kann das Miktionstagebuch eine wertvolle Unterstützung zur Kontrolle sein.

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